Der Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen hat sich weiter ausgebreitet. Nach aktueller Lageeinschätzung seien rund 160 Hektar Fläche betroffen, teilte das Landratsamt Traunstein mit. Die genaue Schadensfläche könne aber erst nach Abschluss der Löscharbeiten verlässlich bewertet werden. Am Vortag war noch die Rede von rund 50 Hektar gewesen.
«Die Lage im Einsatzgebiet bleibt weiterhin anspruchsvoll und dynamisch», hieß es in einer Mitteilung. Die Hubschraubereinsätze zeigten erste Wirkung, der Brand weite sich aber weiter aus. Die Lage im Bereich der Landesgrenze zu Österreich werde besonders beobachtet. Seit Montag gilt bereits der Katastrophenfall.
Brandbekämpfung aus der Luft
Der Schwerpunkt liegt auf der Brandbekämpfung aus der Luft. Hubschrauber sind das zentrale Mittel zur Brandbekämpfung. Aktuell sind laut Behörde elf Hubschrauber im Einsatz: Drei von der Bundeswehr, vier von der Landespolizei, einer von der Bundespolizei, ein Hubschrauber der Landespolizei Baden-Württemberg sowie zwei Hubschrauber von Heli Austria.
Rund 290 Einsatzkräfte kämpfen derzeit gegen die Flammen. Unter anderem sind Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst, Polizei, Katastrophenschutz, Forstbehörden und Gemeinde beteiligt. «Der Einsatz bleibt aufgrund des steilen, Fels durchsetzten und schwer zugänglichen Geländes besonders kräftezehrend.» Verletzt wurde aber bisher niemand.
Zentrales Ziel bleibt das Trinkwasserschutzgebiet Laubau und der Schutz der dortigen Trinkwasserquelle, die rund 30.000 Menschen versorgt. Es bestehe aber keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung - und auch keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung.
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