Nach der Tötung zweier ukrainischer Soldaten im oberbayerischen Murnau wollen die Menschen am Donnerstag in einem Gedenkgottesdienst Abschied nehmen. Dazu werde ein Geistlicher der ukrainisch-orthodoxen Gemeinde in München erwartet, sagte die stellvertretende Geschäftsleiterin des Marktes Murnau, Nina Herweck-Bockhorni, am Dienstag. Den Menschen in Murnau solle mit dem Gottesdienst die Möglichkeit eines angemessenen Abschieds gegeben werden. Sie nähmen großen Anteil, unabhängig von ihrer Nationalität.
Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP) ordnete am Rathaus Trauerflor an. Er sprach den Angehörigen sein Beileid und tiefstes Mitgefühl aus. «In dieser ohnehin für sie schweren Zeit haben sie geliebte Familienmitglieder verloren.» Es gebe Hinweise darauf, dass Alkohol im Spiel war. «Alkohol erhöht leider immer das Risiko von Straf- oder Gewalttaten deutlich. Und dies vollkommen unabhängig von der Nationalität der Konsumenten», sagte Beuting. «Wir haben es hier mit einer sehr schlimmen Einzeltat zu tun, die nicht für irgendwelche anderen Zwecke instrumentalisiert werden darf. Dies sind wir den Opfern und deren Familien schuldig.»