Das seit gut zwei Monaten geschlossene Rotwandhaus oberhalb des Spitzingsees im Landkreis Miesbach ringt weiter um eine keimfreie Trinkwasserversorgung. Wanderer könnten nun aber alkoholfreie Getränke kaufen und auf der Terrasse trinken, heißt es auf der Internetseite der Hütte. Außerdem seien die Toiletten wieder geöffnet. Das Wasser aus dem dortigen Wasserhahn sei aber kein Trinkwasser, warnen die Betreiber. Immer wieder hätten Besucher dennoch ihre Wasserflaschen dort aufgefüllt. Der Bayerische Rundfunk hatte unter anderem darüber berichtet.
Keimfreie Wasserversorgung
Man plane nun als Notlösung eine temporäre Wasserversorgung über Container, sagte Engelmayer weiter. Das sei allerdings «ökonomisch und ökologisch ein Wahnsinn». Deshalb werde unter Hochdruck daran gearbeitet, die Wasserversorgung über die Quelle mit zusätzlichen Maßnahmen vor Keimen zu schützen. Unter anderem gehe es dabei um mechanische Filter und UV-Bestrahlung.
Das Rotavirus sei sehr widerstandsfähig, sagte eine Sprecherin des in den Fall eingebundenen Landratsamtes Miesbach. Chlor helfe bei diesem Erreger nicht. «Es ist bei diesen Viren wahnsinnig schwierig, das Wasser zu reinigen.»
Bis zu 1.000 Tagesgäste besuchen bei schönem Wetter die Hütte auf gut 1.700 Metern unterhalb des Rotwandgipfels. Sie ist im Sommer auch Ziel für Mountainbiker sowie Kletterer, die sich die nahen Ruchenköpfe als Ziel vorgenommen haben. Im Winter lockt das relativ schneesichere Gebiet mit vielen Tourenmöglichkeiten die Skitourengeher.
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