Trümmer liegen weithin verstreut. Geborstene Dachziegel und Glassplitter sind in Gärten, auf Dächern von Nachbarhäusern, auf der Straße verteilt. Bei der heftigen Explosion in einem Wohnhaus in der bayerischen Stadt Memmingen starb ein 17-Jähriger. Helfer konnte ihn nur noch tot aus dem stark beschädigten direkten Nachbarhaus bergen.
Wie durch ein Wunder gab es bei dem Unglück am späten Freitagnachmittag keine weiteren Opfer. Der Schadenssumme dürfte in die Millionen gehen. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Experten suchen noch nach der Ursache für das Unglück. Spekuliert wird über einen Gasaustritt.
«Wir werden heute weiter Ursachenforschung betreiben», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West am Samstag. Mit der Aufgabe seien unter anderem Experten des Landeskriminalamtes betraut. Das Haus und seine Nachbarhäuser hätten alle Gasanschluss, sagte der Polizeisprecher weiter. «Es liegt natürlich die Vermutung nahe, dass es sich um einen Gasdefekt handeln könnte.» Er sprach von einer «sehr außergewöhnlichen Situation».