Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Ertrunkenen in Bayern gestiegen - von 70 Opfern im Vorjahr auf 84 im Jahr 2025. Eindeutige Gründe dafür kann die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nicht ausmachen. Aber sie weiß, was häufige Ursachen und welche Gewässer besonders gefährlich sind - und was nötig wäre, um künftige Todesfälle zu vermeiden. Denn vor allem bei Kindern und Jugendlichen gab es eine erschreckende Entwicklung.
Die Opfer
Die meisten im Freistaat ertrunkenen Menschen hatten bereits ein höheres Alter, auch wenn bei einigen wenigen das Alter unbekannt blieb: Mindestens 37 der 84 Toten waren über 60 Jahre alt. Allein in der Altersgruppe der 71- bis 80-Jährigen gab es 16 tödliche Unfälle.
Allerdings verzeichneten die Retter im vergangenen Jahr auch einen deutlichen Anstieg ertrunkener Kinder und Jugendlicher in Bayern. Sechs Opfer waren unter zehn Jahren alt, weitere acht unter 20 Jahren - im Vorjahr hatte es in beiden Altersgruppen nur jeweils einen Todesfall im Freistaat gegeben. Rund vier Fünftel aller Opfer in Bayern waren laut DLRG männlich.