«Meine Beine sind ganz schwach geworden», sagt die 13-Jährige. «Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie ich jetzt reagieren soll, ob ich irgendwie kurz nach Hilfe rufen soll oder einfach mich ganz leise verhalten soll.» Sie habe sich mit zwei Freunden für die zweite Variante entschieden. «Wir haben dann einfach weggeschaut und gehofft, dass der uns nicht bemerkt.»
Zwei gleichaltrige Mädchen haben nicht so viel Glück bei der Gewalttat an einem Gymnasium in Oberbayern. Die beiden Schülerinnen, die, wie die 13-Jährige sagt, in ihre Parallelklasse gehen, werden am Mittwoch schwer verletzt - offenkundig von einem mit einer Pistole bewaffneten 16-Jährigen, der laut Polizei einen Schuss abgibt und dann, als die Waffe versagt, mit Messern in der Schule in Schongau auf seine Opfer losgeht.