Logo DieBayern.de News
Nachrichten / Unfall

Bergwald in den Chiemgauer Alpen brennt im Gipfelbereich

Bergwald in den Chiemgauer Alpen brennt im Gipfelbereich
Vor wenigen Monaten hatte es am Saurüsselkopf nahe Ruhpolding gebrannt. (Archivbild) / Foto: Matthias Brüning/dpa
Von: DieBayern.de News
In den bayerischen Alpen brennt es – wie am Saurüsselkopf erneut im schwer zugänglichen Gipfelbereich. Die Einsatzkräfte versuchen unter anderem mit Hubschraubern, der Flammen Herr zu werden.

In den Chiemgauer Alpen brennt nahe der Lackenbergwand bei Unterwössen der Bergwald. Derzeit läuft ein Großeinsatz im schwer zugänglichen Gipfelbereich der Hochwand, wie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mitteilte. Am Morgen wurde zudem die Bevölkerung in der Gegend vor der starken Rauchentwicklung gewarnt.

«Da werden die Menschen gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und den Bereich um den Einsatzort zu meiden», sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Bereits bei der Alarmierung am Mittwochabend sei eine deutliche Rauchsäule im Gipfelbereich auf knapp 1.000 Metern Seehöhe zu sehen gewesen. 

Mehr aus dieser Kategorie

Ausmaß noch unklar

Eine verlässliche Einschätzung der genauen Brandfläche war zunächst ebenso wenig möglich wie Aussagen zur Brandursache. Nach aktuellem Stand wurde jedoch niemand verletzt. 

Grundsätzlich seien die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Brandes ähnlich gewesen wie bei dem Feuer am nicht weit entfernten Saurüsselkopf nahe Ruhpolding im Mai, sagte der Feuerwehrsprecher. Der Brand dort hatte sich im Anschluss ausgebreitet und war extrem schwer zu bekämpfen gewesen. Erst nach einem Monat wurde der Einsatz endgültig für beendet erklärt.

Sprinkler sollen Ausbreitung verhindern

Auch beim aktuellen Brand an der Hochwand hat sich das Feuer in der ersten Nacht ausgeweitet. «Man hat gestern Abend und in den Nachtstunden begonnen, lange Schlauchstrecken aufzubauen und alle paar Meter sogenannte Kreisregner aufzubauen», schilderte der Feuerwehrsprecher. «Das kann man sich vorstellen wie einen großen Gartensprinkler. Damit wird der Bereich, der nicht vom Brand betroffen ist, bewässert, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.» 

Dazu wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Auch drei Löschhubschrauber waren noch am Abend im Einsatz. «An den Ursprungsbrand kommt man nicht mit Fahrzeugen hin», schilderte der Feuerwehrsprecher. Eine unmittelbare Brandbekämpfung im Gipfelbereich des Berges mit bodengebundenen Kräften sei zunächst nicht möglich gewesen. Vorerst waren rund 200 Mitglieder der Feuerwehren, der Bergwacht, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz gewesen.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieBayern.de News
Artikel von

DieBayern.de News

DieBayern.de News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media