Unwetter, technische Katastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen: Der Freistaat Bayern bereitet sich mit der Schaffung eines neuen Landesamtes für Bevölkerungsschutzes auf zunehmende Bedrohungen vor. Die neue Behörde im Innenministerium soll mit 86 Bediensteten am 15. April starten, kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München an.
Etablierte Strukturen als Grundlage
«Wir sehen diese Herausforderungen, wir stellen uns ihnen», sagte Herrmann. Die bisherige Abteilung im Ministerium für Feuerwehr,
Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz werde umorganisiert und stärker mit landesweiten Führungsaufgaben betraut. Das Landesamt werde auf etablierte Strukturen im Ministerium aufgesetzt, um aufwendige Parallelstrukturen zu vermeiden.
Zu koordinieren seien im Zweifelsfall bis zu 450.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Technischem Hilfswerk.