Weil er die Tötung eines Wolfs vorgetäuscht haben soll, darf ein Mann vorerst nicht mehr als ehrenamtlicher Ansprechpartner für Raubtier-Hinweise agieren. Der Mann sei bis zum Abschluss der Ermittlungen von seinen Aufgaben im Netzwerk «Große Beutegreifer» entbunden, sagte ein Sprecher des Landesamts für Umwelt (LfU) in Augsburg. «Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird die Person dauerhaft aus dem Netzwerk ausgeschlossen.»
In dem Netzwerk sind laut LfU etwa 140 Menschen ehrenamtlich aktiv, die bei Hinweisen auf Tiere wie Luchse, Wölfe und Bären Ansprechpartner für Betroffene vor Ort sein sollen. Dazu gehören zum Beispiel Jäger, Naturschützer, Förster und Landwirte. Sie sind laut LfU speziell geschult und sollen mögliche Spuren von Raubtieren fundiert dokumentieren, zum Beispiel Fährten und verletzte oder gerissene Tiere.