Viele Milchkühe in Bayern werden in kleinen Schritten an die bevorstehende Umstellung auf Winterzeit gewöhnt. «Grundsätzlich ist es so, dass dem Tier die Zeitumstellung völlig egal ist», sagt Markus Drexler, Sprecher des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Veränderungen oder Probleme gebe es nur an «Schnittstellen» zum Mensch, also zum Beispiel beim Melken oder Füttern. Wenn der Bauer plötzlich eine Stunde später in den Stall komme, dann könnten die Tiere ungeduldig werden, ihr gewohnter Rhythmus sei gestört.
«Dort, wo Probleme durch eine abrupte Veränderung entstehen würden, versuchen die Tierhalterinnen und Tierhalter, dem durch eine allmähliche, sanfte Umstellung zu begegnen», erklärt der BBV-Sprecher. Er spricht von «Trippelschritten», in denen Bauern die Melk- und Fütterzeiten von Sommer- auf Winterzeit umstellen.
Erleichtert werde der sanfte Übergang auch dadurch, dass der Zeitdruck beim Melken oft nicht mehr so groß sei wie früher, erklärt der BBV-Sprecher: Früher sei bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben täglich der Milchlaster vorbeigekommen. Heute werde die frische Milch seltener abgeholt. Dies verschaffe den Landwirten mehr zeitliche Flexibilität beim Melken.