Eine unscheinbare eingeschleppte Süßwassermuschel macht sich im Bodensee breit. Mit einer Studie wollen Forscher ab Mittwoch drei Jahre lang untersuchen, ob bestimmte Fische die Invasion der Quagga-Muschel stoppen können. Denn das harmlos klingende Tierchen entwickelt sich zu einem ökologischen und wirtschaftlichen Problem.
Trinkwasser
Der Bodensee ist eine wichtige Trinkwasserquelle für Millionen Menschen. Die Muscheln verstopfen Leitungen und Filter, indem sie sich massenhaft an den Innenwänden festsetzen. Die Larven der Quagga-Muscheln schwimmen laut der Bodensee-Wasserversorgung in die Leitungen und setzen sich als Muscheln auf und in den Entnahmeleitungen und Förderanlagen fest. Einfluss auf die Qualität des Wassers haben die Eindringlinge demnach nicht.
Die Folge: teure Reinigungsarbeiten und steigende Kosten für die Wasserversorger – die am Ende bei den Verbrauchern landen könnten. Die Versorger wollen in den kommenden Jahrzehnten mehr als vier Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren, auch um die Anlagen Quagga-sicher zu machen.