Sieben Jahre nach dem erfolgreichsten Volksbegehren in der bayerischen Geschichte hinkt die Umsetzung beim Artenschutz nach Ansicht der Initiatoren noch immer hinter den Anforderungen her. Bei der Zielerreichung tue sich wenig, sagte die Beauftragte des Volksbegehrens Artenvielfalt - «Rettet die Bienen!», Agnes Becker, in München. 2019 hatten mehr als 1,7 Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift von der Staatsregierung einen besseren Artenschutz in Bayern eingefordert. Dies führte zu neuen Gesetzen, deren Umsetzung der Trägerkreis nun überwacht.
Als Beispiel nannte sie die im Volksbegehren geforderte Ausweitung des Anteils beim Ökolandbau in Bayern. Dieser «dümpelt aktuell bei rund 14 Prozent. Und dass, obwohl die private Bio-Nachfrage erneut ein sattes Umsatz-Plus von knapp sieben Prozent hingelegt hat», betonte Becker. Bekenntnisse der Staatsregierung reichten nicht aus, es brauche klare Entscheidungen wie eine Ausweitung der Beratung für die Umstellung und eine Biomindestquote von 30 Prozent in kommunalen Einrichtungen.