Im Kampf gegen die Ausbreitung der Kormorane am Bodensee startet Baden-Württemberg ab 2026 ein Drohnen-Projekt, um den Bruterfolg der Vögel gezielt zu verringern. Ziel ist es, die Zahl der Kormorane in den Sommermonaten zu senken, um den Schutz gefährdeter heimischer Fischarten zu verbessern, wie das Agrarministerium auf Anfrage mitteilte.
Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz einer umgebauten Agrardrohne, die mit einem Auslegearm die Eier in den schwer zugänglichen Baumnestern der Kormorane mit Öl besprühen soll. Durch das Einölen wird die Entwicklung der Eier gestoppt – die Methode ist in Dänemark bereits erprobt, dort allerdings bei Bodennestern. Am Bodensee brüten die Tiere in Bäumen, meist in schwer zugänglichen Schutzgebieten. Die Drohne soll die Kolonien deshalb möglichst störungsarm anfliegen – eventuell sogar vom Boot aus.