Die Invasion der Quagga-Muschel im Bodensee hat sich einem Experten zufolge verlangsamt. Es gebe kein exponentielles Wachstum mehr, sagte der Schweizer Umweltwissenschaftler Piet Spaak, der die Art im Rahmen eines internationalen Bodensee-Projekts erforscht. Der Seegrund sei bis zu einer Tiefe von 30 Metern komplett zugewachsen. Dort habe die Muschel keine Möglichkeit mehr, sich schnell weiter auszubreiten.
In tieferen Bereichen verlaufe die Ausbreitung dagegen langsamer, weil es dort zu kalt sei, so Spaak. Das führe zu einem langsameren Wachstum. «Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich die Muschel auch in tiefere Lagen weiter ausbreitet. So ist es in den großen nordamerikanischen Seen passiert», sagte er. Wie lange dies dauere und wann auch die tiefste Stelle des Bodensees in 250 Metern Tiefe betroffen sein werde, lasse sich derzeit nicht sagen. «Das wird unsere weitere Forschung zeigen.»