Die Kraniche ziehen nach Süden – und passieren dabei auch Bayern auf ihrem Weg in ihre Winterquartiere in Südwesteuropa und Nordafrika. Zu übersehen und zu überhören sind sie dabei nicht: Die großen Vögel erreichen eine Geschwindigkeit von 50 bis 70 Kilometer pro Stunde, fliegen in V-Formation und stoßen trompetenartige Rufe aus, wie der Naturschutzverband LBV mitteilte.
«Vor allem entlang der großen Flüsse, wie Isar oder Lech, stehen die Chancen für Kranichbeobachtungen in den nächsten Wochen gut», sagte Miriam Hansbauer, Sprecherin des Fachvorstands der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland. Demnach nutzen diese noch junge südliche Alpenzugroute entlang der Donau vor allem Kraniche aus Osteuropa. Sie kommen vom größten europäischen Rastplatz im Nationalpark Hortobágy in Ungarn, queren Südbayern in west-südwestlicher Richtung und fliegen weiter entlang der Alpen.