Diese tiefschwarzen und flinken Krabbler machen sich seit einiger Zeit in Franken unbeliebt: Ameisen der als invasiv geltenden Art Tapinoma magnum - auf Deutsch: Große Drüsenameise. Die Tiere können Superkolonien bilden und erhebliche Schäden anrichten. Für Bayern liegen Nachweise aus Aschaffenburg, Hösbach und Nürnberg vor. Wie gehen Kommunen und Bürger mit der eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammenden Ameisenart um? Und welche Rolle spielt dabei heißes Wasser?
Die Tapinoma magnum besiedelt bislang meist stark menschlich geprägte Lebensräume, wie ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU) erläutert. Dazu zählten wärmebegünstigte Siedlungsbereiche, Weg- und Straßenränder, Friedhöfe, Parkplätze und Parks. Dass die Ameise oft in räumlicher Nähe zu Gartencentern, Baumschulen und Industriegebieten gefunden wird, ist kein Zufall: Sie werde vor allem über den Import von Pflanzen eingeschleppt und dann über den Transport von Erde verschleppt.
Das Tier breitet sich bundesweit aus. Besonders betroffen sind Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. In Kehl am Rhein beispielsweise war 2025 ein Kinderspielplatz wegen der Ameisenplage geschlossen und es kam zu Strom- und Internetausfällen.