Die Partnachklamm hat wieder eine Gottesmutter. Nach viermonatiger Restaurierung wurde am Montag die mehr als 100 Jahre alte Madonna an ihren angestammten Platz an einem Festvorsprung über den tosenden Fluten zurückgebracht. Die Figur hatte dort unter Nässe und Kälte gelitten und war zunehmend ergraut. Nun hat ein Restaurator die gut 50 Kilogramm schwere und 1,20 Meter große Bronzefigur von Kalk und Grünspan befreit.
Bei der Restaurierung kam ein bisher unbekannter Hohlraum im Inneren der Madonna zum Vorschein. Inhalt: drei Gold-, neun Silbermünzen sowie zwei kupferfarbene Pfennige. Das ist ein kompletter Satz von einem Pfennig bis 20 Reichsmark aus den Jahren zwischen 1866 und 1899, wie sie Sprecherin des Marktes Garmisch-Partenkirchen, Silvia Käufer-Schropp, erläuterte. Außerdem gefunden: Ein handgeschriebenes Schriftstück. Die Zeit und die Feuchtigkeit ließen die Tinte verschwimmen. Es liegt nun in München und soll restauriert werden. Der «Münchner Merkur» hatte zuerst über die unerwarteten Funde berichtet.