Seltene und zum Teil stark bedrohte Pilzarten sollen wieder im Nationalpark Bayerischer Wald angesiedelt werden. Dazu werden derzeit Bäume mit diesen Pilzen geimpft, wie die Uni Bayreuth und der Nationalpark mitteilten.
Und das funktioniert so: Die im Labor gezüchteten Pilze werden mithilfe von Holzdübeln in vorgebohrte Löcher der Wirtsbäume gesetzt. 400 Fichten, Buchen und Tannen sollen so geimpft werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Projekt finanziell und spricht von echtem Neuland: Erstmals würden gezielte Artenschutzmaßnahmen für seltene Pilze in der Praxis erprobt, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde laut Mitteilung. Trotz der wichtigen Funktion von Pilzen in Waldökosystemen gebe es dazu bisher fast keine Erfahrungen.