Was er in sein Handy tippt, findet Alexander Zverev, geht die Öffentlichkeit dann doch nichts an. Dafür, dass Kameras die Profis auch abseits des Platzes begleiten, hat der Tennisstar zwar Verständnis. Wenn solche privaten Details eingefangen und im Internet und Fernsehen geteilt werden, überschreite es aber Grenzen. Ihm sei mal geschrieben worden, dass er seinen Handycode ändern solle, weil dieser zu sehen gewesen sei, berichtete der dreimalige Grand-Slam-Finalist in München. «Das ist mir zu viel.»
Dass Kameras auf den Turnieranlagen auch hinter den Kulissen omnipräsent sind und in Ecken lauern, in denen sich Spielerinnen und Spieler einst unbeobachtet fühlten, sorgt in der Szene für Unmut. Vor allem bei den Grand Slams ist es üblich, dass Profis auf Schritt und Tritt beobachtet werden.
Auch Topstar Carlos Alcaraz kritisierte gerade erst, die Spieler hätten zu wenig geschützten Raum für sich selbst. Endlich spreche jemand «über den totalen Verlust der Privatsphäre der Spieler bei Turnieren», kommentierte der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker in einem Post auf X die Aussagen des Spaniers. «In meinen Tagen hätten wir das nicht zugelassen!»