Am Ende war alles so, wie es die Verantwortlichen des FC Bayern München am liebsten sehen und hören. Sie sahen Fußballerinnen in sattroten Trikots, die unter silbernem Konfettiregen die Arme und einen silbernen Pokal nach oben reckten; sie hörten Fans, die anlässlich des Triumphs im Supercup glückselig die von der Stadionregie aufgelegte Vereinshymne «Stern des Südens» mitsangen. Und wenige Tage vor dem Bundesliga-Start bekamen sie auch noch eine nicht ganz unwichtige Erkenntnis mitgeteilt: «Für mich ist Bayern der Favorit auf die Meisterschaft.»
Das sagte nicht irgendwer, sondern Tommy Stroot, Trainer des Dauerrivalen VfL Wolfsburg, dessen Team ja selbst nach der Schale giert. Münchens Vorsprung schon vor dem ersten Ligaspiel leitete Stroot mitunter aus dem Gesehenen am Sonntagabend ab. Es war zwar bloß der Supercup, den der deutsche Meister vor 16.690 Zuschauern im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion feiern durfte, die Art und Weise des 1:0-Sieges über Pokalsieger Wolfsburg aber inspirierte.