Sportvorstand Fabian Wohlgemuth will sich zumindest öffentlich noch nicht auf Eigengewächs Dennis Seimen als neue Nummer eins im Tor des VfB Stuttgart festlegen. «Er ist ein hochveranlagter Torwart, der sich im Höchsttempo weiterentwickelt hat», sagte der 47-Jährige im «Bild»-Interview. «Er hat eine fantastische Saison in der zweiten Liga in Paderborn hingelegt. Wir trauen ihm die Champions League zu.» Ob Seimen schon zur neuen Spielzeit Stuttgarter Stammkeeper wird, ließ Wohlgemuth dabei allerdings offen.
Zuletzt deutete viel darauf hin, dass der schwäbische Fußball-Bundesligist den 20-jährigen Seimen im Sommer zurückholen und befördern könnte. Der Youngster gilt schon lange als große Zukunftshoffnung des VfB, überzeugte als Leihspieler in Paderborn und ist mit den Ostwestfalen aktuell in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg gefordert. Er hat jedoch noch kein einziges Bundesliga-Spiel bestritten. Der Sprung in die Königsklasse wäre also enorm.
Was nach der Relegation passiert, werde man sehen, sagte Seimen nach dem Hinspiel in Wolfsburg (0:0) am Donnerstagabend. Er fühle sich in Paderborn «pudelwohl». Natürlich hänge seine Zukunft auch mit der von Nübel zusammen. Spielzeit zu bekommen, sei für ihn und in seinem Alter das Wichtigste.
Nübel «ein Eckpfeiler unseres Erfolges»
Ob der VfB doch noch mal über eine feste Verpflichtung des seit drei Jahren vom FC Bayern ausgeliehenen Alexander Nübel nachdenkt? Der 29 Jahre alte Nationalkeeper wird am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokalfinale gegen die Münchner in Berlin zwischen den Pfosten stehen. Danach werde man sich «mit der Torhütersituation beschäftigen», sagte Wohlgemuth.
Die Bayern planen für die kommende Runde nicht mehr mit Nübel. Der VfB kann und will sich Ablöse und Gehalt für den WM-Fahrer womöglich aber nicht leisten. «Alex hat bei uns über mehrere Jahre fantastische Leistungen gezeigt und ist einer der Eckpfeiler unseres Erfolges», erklärte Wohlgemuth und verwies auf das Ende der Leihe zum 30. Juni. «Alles, was danach kommt, wird sich finden.»
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