Von einer Spitzenmannschaft wollte Miroslav Klose auch in der Euphorie nach dem sehenswerten Derby-Sieg seiner Nürnberger noch nicht sprechen. «Das ist schwierig», meinte der «Club»-Coach, «vielleicht kann man nach fünf bis sieben Spieltagen dazu ein bisschen was sagen.» Der einstige Weltklassestürmer weiß, dass sich nach nur zwei Partien kaum Rückschlüsse auf ein mögliches Aufstiegsrennen in die Fußball-Bundesliga ableiten lassen.
Dennoch könnte der 4:2 (2:2)-Erfolg auswärts bei Erzrivale SpVgg Greuther Fürth ein kleines Indiz sein, in welche Richtung es für den 1. FC Nürnberg im dritten Jahr unter Klose geht. Der Coach sprang seinem bärenstarken Torhüter und Elfmeterkiller Jan Reichert nach dem Schlusspfiff in die Arme. Lange ließen sich die «Club»-Profis um die beiden Doppelpack-Torschützen Piet Scobel und Julian Justvan vor den Fans feiern. «Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey hey!», skandierten die Anhänger eingehüllt in rotem Pyro-Rauch.