Einen Doktorhut bekam Manuel Neuer vor dem Kurztrip nach Kanada nicht aufgesetzt. Der Auftritt des Rekordtorwarts im Broyhill Auditorium der Wake Forest University vor dem ersten richtigen WM-Showdown gegen die Elfenbeinküste glich aber einem Seminar in WM-Kunde für Fortgeschrittene. Da sprach einer, der schon alles erlebt hat - und in Amerika mit der Fußball-Nationalmannschaft noch ganz viel vorhat.
Neuer hatte für das zweite Gruppenspiel am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto, bei dem er mit seinem 21. Einsatz zum alleinigen WM-Rekordtorwart aufsteigt, eine Lektion für alle jungen und auch nicht mehr ganz so jungen Kollegen parat. «Ich glaube einfach, dass es bei diesem Turnier, bei den Bedingungen, die ja vielleicht auch ein bisschen ähnlich wie in Brasilien sind, um den Extrameter geht», sagte der 40-Jährige.
Mit dem Duell gegen die Power-Fußballer um den gefürchteten Leipziger Turbo-Angreifer Yan Diomande geht die WM für die DFB-Elf so richtig los. Und nach dem 7:1-Wettballern zum Auftakt gegen Curaçao bietet sich eine Chance, die selbst für Neuer in seiner ewig anmutenden WM-Karriere neu ist.