Mehr als drei Jahre nach einer Razzia beim FC Augsburg hat die Staatsanwaltschaft Strafanträge gegen zwei Vereinsmitarbeiter erlassen. Den Personen werden Vergehen bei Lohnabrechnungen im Nachwuchsleistungszentrum vorgeworfen. Der Fußball-Bundesligist bestätigte auf Anfrage die Strafanträge, nachdem zuerst die «Sportschau» darüber berichtet hatte.
Recherchen des WDR-Magazins «Sport Inside» hatten im Jahr 2021 ergeben, dass es bei mehreren Erst- und Zweitligisten Unregelmäßigkeiten bei der Bezahlung von Mitarbeitern in Nachwuchsleistungszentren gebe. Ermittler des Zolls untersuchten deshalb Anfang August 2021 mit 61 Kräften drei Objekte des FCA, darunter die Geschäftsstelle.
Der Verein teilte mit, dass er seitdem vollumfänglich mit den Behörden kooperiert habe und weiter kooperiere. Weitere Details nannten die Augsburger unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht. Das Amtsgericht Augsburg muss nun über die Anträge entscheiden. Die Profi-Abteilung ist von dem Verfahren nicht betroffen.