Die Ratlosigkeit war in den Gesichtern der Bayern-Basketballer schon während der letzten Minuten des vierten Finalspiels bei Alba Berlin abzulesen. Mit zehn Punkten Vorsprung befand sich der Titelverteidiger auf dem besten Weg zum notwendigen dritten Sieg und der nächsten Meisterschaft. Dann drehte Alba im zweiten Spielabschnitt vor knapp 9.000 Zuschauern in aufgeheizter Atmosphäre in der extrem heißen Max-Schmeling-Halle die Partie. Das hinterließ ungläubigen Mienen bei den Münchnern, die sich nun für das entscheidende fünfte Spiel am Sonntag (16.30/Dyn) schnell wieder sammeln müssen.
«Wir haben 25 Minuten so gespielt, wie man in dieser Atmosphäre spielen muss», sagte Bayern-Trainer Svetislav Pesic nach der 61:71-Niederlage an einstiger Wirkungsstätte, «dann hat Alba angefangen, eine aggressive Defense zu spielen.» Zudem holten sich die Alba-Profis viele Offensiv-Rebounds und konnten über die zweiten Chancen punkten, was Pesic nicht gefiel: «Wenn Du nur reagierst, ist es nicht einfach, ins Spiel zu kommen.»