Die Fan-Proteste zur Stadionsicherheit kommen nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von einer vollkommen unangebrachten Panikmache. «Die aktuelle Debatte über vermeintliche Beschluss-Pläne der Innenministerkonferenz zur Stadionsicherheit ist eine Gespensterdiskussion. Es werden angeblich geplante Maßnahmen kritisiert und Ängste geschürt, die auf der bevorstehenden Innenministerkonferenz in Bremen gar nicht zur Debatte stehen», sagte Herrmann.
Massive Proteste am vergangenen Wochenende in Stadien
In zahlreichen Stadien hatten am vergangenen Wochenende die Anhänger von verschiedenen Vereinen erneut mit Schweige-Protesten und Plakaten auf vermeintlich geplante Maßnahmen der Politik in Sicherheitsfragen reagiert.
«Populismus stoppen», stand etwa auf einem Spruchband der Leverkusener Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. «Fankultur überlebt jede Ministerkonferenz», plakatierten die Anhänger des 1. FC Union Berlin vor dem Duell mit dem 1. FC Heidenheim. Die Anhänger befürchten drastische Maßnahmen wie personalisierte Eintrittskarten oder verschärfte Stadionverbote.
«Innenminister Herrmann: Finger weg von unserer Fankultur», hieß es im Block der Augsburger Fans beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim in Sinsheim. Die Anhänger des FC Bayern richteten beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli ihren Protest auch gegen Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), der auf einem Plakat mit übergroßem Schlagstock karikiert wurde.
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