Selbst der langjährige Nationalmannschaftskapitän Moritz Müller muss in Landshut um seine Olympia-Teilnahme kämpfen. Auch Ex-NHL-Profi Dominik Kahun, unbestritten einer der besten Eishockeyspieler in Deutschland überhaupt, spielt lieber noch einmal beim Deutschland Cup vor.
Wenn selbst Olympia-Silbergewinner von 2018 und Vize-Weltmeister von 2023 um die Teilnahme an den Winterspielen im Februar in Mailand bangen müssen, ist klar, worum es in Landshut von Mittwoch bis Sonntag geht: Für fast alle der 25 nominierten Nationalspieler um das Karriere-Highlight schlechthin.
Dabei dürften die wenigsten aus dem aktuellen Kader tatsächlich eine Chance auf Olympia haben. «Das wird sich zeigen», sagte Bundestrainer Harold Kreis zurückhaltend auf die Frage, wer denn aus dem Aufgebot für das traditionelle Vier-Nationen-Turnier auf das Olympia-Ticket hoffen darf.
«Ich freue mich sehr, dass Kahun zugesagt hat», sagte Kreis etwa über den 30 Jahre alten Stürmer, der in Lausanne in einer der stärksten europäischen Ligen in der Schweiz aktiv ist. Selbst der Ausnahmestürmer bekam aber indirekt einen deutlichen Hinweis von Kreis: «Er sieht das als Möglichkeit, sich für Olympia zu empfehlen.»