Das hätte auch Uli Hoeneß gerne gesehen. Florian Wirtz kommt nach München - und das junge Fußball-Genie läuft im Stadion des FC Bayern nicht als Gegner auf wie vor wenigen Wochen mit Bayer Leverkusen in der Bundesliga, sondern in einem Team mit Jamal Musiala. So kommt es aber bekanntlich nicht, wenn die deutsche Nationalmannschaft am Montag (20.45 Uhr/ZDF) gegen den Erzrivalen Holland mit einem weiteren Sieg den Einzug ins Viertelfinale der Nations League vorzeitig klarmachen kann. Musiala muss wegen Hüftbeschwerden passen.
Die mögliche «Wusiala»-Show in der Allianz Arena fällt aus. Wirtz, ein Lieblingsspieler und der absolute Bayern-Wunschspieler von Ehrenpräsident Hoeneß, spielt alleine vor - im DFB-Trikot. So wie schon beim 2:1 in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina, als der 21-Jährige in Abwesenheit von Musiala Deutschland als Vorbereiter des ersten Tores auf Siegkurs brachte.
Auslöser war dabei ein Traumpass von Robert Andrich auf Wirtz. Eine Leverkusener Co-Produktion, die erkennen ließ, wie vertraut, wie blind das Verständnis unter Spielern sein kann, die tagtäglich im Verein zusammenspielen und trainieren. «Rob hat den Ball perfekt gespielt», schilderte Wirtz, der nicht selbst schoss, sondern den Ball clever auf Torschütze Deniz Undav ablegte, den er «im Augenwinkel» hinter sich gesehen habe.