Der große Triumphator hieß Hansi Flick. Nach der 1:4 (1:3)-Demontage in der Champions League konnte der neue Bayern-Coach Vincent Kompany dem früheren Münchner Triple-Trainer in Diensten des FC Barcelona nur noch gratulieren. Auch Spieler wie Thomas Müller klatschten ihren früheren Trainer ab.
«Es gibt null Ausreden. Es gibt nur eine deutliche Niederlage», sagte Kompany bei DAZN. Auch Joshua Kimmich meinte: «Der Spielverlauf war jetzt kein 4:1. Aber trotzdem war es eine verdiente Niederlage. Es ist teilweise Harakiri, was wir gemacht haben.»
Mit dem Hochrisiko-Fußball à la Kompany erlebte der FC Bayern bei diesem Wiedersehen mit Flick einen ganz bitteren Abend. Während der herausragende Brasilianer Raphinha für Barcelona dreimal traf und Flick am Spielfeldrand jeden einzelnen Treffer begeistert bejubelte, blieben für die Münchner zwei gefährliche Erkenntnisse:
Nach nur drei Punkten aus den ersten drei Vorrundenspielen gerät die direkte Qualifikation für das Achtelfinale in der Champions League zunehmend in Gefahr. Und mehr noch: Anders als in der Bundesliga ist der gewagte Pressingfußball ohne Absicherung und ohne starke Verteidiger international in der dargebotenen Form nicht titelfähig.