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DEL-Beginn: Fünf Clubs aus Bayern starten neuen Anlauf auf den Titel

DEL-Beginn: Fünf Clubs aus Bayern starten neuen Anlauf auf den Titel
Geht es für München und Ingolstadt wieder in die Playoffs - und dann vielleicht erneut gegeneinander? (Archivbild) / Foto: Sven Hoppe/dpa
In der Deutschen Eishockey Liga fliegen ab dieser Woche wieder die Pucks. Mittendrin im Geschehen sind fünf bayerische Teams. Wer kämpft um den Titel, wer um die Playoffs?

In der Deutschen Eishockey Liga geht es in dieser Woche wieder los. Nachdem drei Spielzeiten nacheinander kein Verein aus Bayern mehr in der Finalserie der DEL gestanden hat, startet das Quintett aus dem Freistaat einen neuen Versuch. Wie gehen es die Teams aus München, Straubing, Ingolstadt, Nürnberg und Augsburg an? Ein Vorab-Check.

EHC Red Bull München

Nach dem Halbfinal-Aus im April gegen den späteren Vizemeister Mannheim kommt es am Freitag (19.30 Uhr) sofort zur Revanche mit den Adlern. «Das wird gleich unser größter Test», sagt Trainer Oliver David, der in seine zweite Saison in München geht. «Ich habe ein gutes Gefühl, der Druck ist sofort da.» Sportdirektor Neville Rautert sagt: «Es geht sofort von null auf hundert.»

Anders als 2025 blieb ein großer Kaderumbruch aus, der EHC ist Titelkandidat. Stürmerstar Dominik Kahun kehrte nach acht Jahren in der NHL und zuletzt der Schweiz zurück nach München. «Wir können auf der letzten Saison aufbauen», betonte Coach David. Auch Kapitän Patrick Hager ist zuversichtlich: «Wir sind insgesamt weiter als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr.»

Straubing Tigers

Die Niederbayern eröffnen die DEL-Saison mit einem Auswärtsspiel schon am Donnerstag (19.30 Uhr) bei Serienmeister Eisbären Berlin. Die Vorbereitung gibt dabei eher weniger Grund zum Optimismus: Von sieben Testpartien wurden nur zwei gewonnen und fünf verloren. Coach Craig Woodcroft kann aber als mildernde Umstände anführen, dass ihm dabei ständig Spieler verletzt fehlten. 

Kapitän Mike Connolly beendete im Sommer seine Karriere, neben ihm müsen im Sturm die Weggänge von Tim Fleischer (Köln) und Elias Hede (München) kompensiert werden. Viele Hoffnungen ruhen auf dem international erfahrenen Kanadier Jean-Christophe Beaudin. Eine Hauptrunde mit 101 Punkten und Tabellenplatz drei wie in der Vorsaison wäre aber eher eine Überraschung.

ERC Ingolstadt

Auch die Ingolstädter haben keine allzu großen Veränderungen am Kader vorgenommen. Die markanteste Neuerung steht im Tor: Der ERC holte Berlins Meistergoalie Jonas Stettmer nach dessen famoser Playoffs-Leistung nach Oberbayern. Für den Schlussmann und sein Team geht die neue Saison mit einem Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters am Freitag (19.30 Uhr) los.

Wie man weit kommt in der Liga, das weiß Coach Mark French, der in seine fünfte Saison an der Ingolstädter Bande geht - kein anderer Coach in der DEL ist schon so lange bei einem Verein. 2023 führte er den ERC ins Finale gegen München. Im Mai war er DEB-Assistenzcoach bei der WM; dort war schon nach der Vorrunde Schluss. Für Ingolstadt bleibt die direkte Playoff-Quali das Ziel.

Nürnberg Ice Tigers

Die Nürnberger wollen sich für das Aus in den Pre-Playoffs revanchieren - der direkte Einzug in die K.o.-Phase ist das große Ziel der Franken. Mit Leistungen wie in der Vorbereitung und sieben Niederlagen in sieben Testspielen wird das schwer, das wissen Sportdirektor Stefan Ustorf und Coach Mitch O’Keefe. Die Ice Tigers haben am Freitag (19.30 Uhr) die Augsburger Panther zu Gast.

Nach einer monatelangen Verletzungspause wegen eines Achillessehnenrisses im Dezember 2025 brennt Routinier Constantin Braun auf sein Comeback - der ehemalige Meisterspieler der Eisbären Berlin ist inzwischen 38 Jahre alt und geht in seine 21. DEL-Saison. Im Sturm soll es eigentlich Neuzugang William Dufour richten - der aber wird nach einer Verletzung zum Saisonstart fehlen. 

Augsburger Panther

Bei den Panthern stand zuletzt Coach Bill Peters unfreiwillig im Mittelpunkt des Interesses: Der 60-Jährige litt am Guillain-Barré-Syndrom (GBS). Von Mitte Mai an wurde Peters stationär gegen die Krankheit, bei der das Immunsystem das Nervensystem angreift, behandelt. Die schnelle Intervention half bei der Reha und Genesung, sodass der Kanadier zum Trainingsstart wieder dabei war.

Die Schwaben haben nach Platz elf in der Vorsaison den Kader umfangreich verändert; unter anderem kamen Ex-Nationaltorhüter Tobias Ancicka aus Köln sowie Trevor Parkes aus Dresden ins Team. Für den Stürmer ist es die Rückkehr zu dem Verein, bei dem 2016 seine erfolgreiche Zeit in der DEL begann. Die Augsburger hoffen, erstmals seit 2019 wieder in die Playoffs zu kommen.

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