Für Wolfsburgs Macher Ralf Kellermann ist es das «Nonplusultra im deutschen Frauenfußball», für Bayern-Star Lea Schüller «eine andere Atmosphäre, ein anderes Gefühl». Das Finale um den DFB-Pokal zwischen Meister FC Bayern und Vizemeister VfL Wolfsburg vor stimmgewaltiger Kulisse in Köln elektrisiert, oder wie Schüller sagt: «Ich find's einfach geil.»
Zumal den Münchnerinnen am Donnerstag (16.00 Uhr, ZDF/Sky) zwei besondere Marken winken. Sie können erstmals das Double in der Vereinsgeschichte holen und obendrein die seit 49 Cup-Spielen währende Siegesserie von Wolfsburgs Pokal-Spezialistinnen brechen.
Für Rekordpokalsieger Wolfsburg geht es im 44. Endspiel um den zehnten DFB-Pokal-Triumph nacheinander, insgesamt wäre es der elfte. Sportlich steckt ohnehin viel im deutschen Klassiker, extreme individuelle Klasse, zahlreiche Nationalspielerinnen auf beiden Seiten. «Es wird kein Spiel, das rein von taktischem Kalkül oder von einer Abtastphase geprägt sein wird», prophezeit Schüller. Beide Teams haben lieber den Ball, als stur hinterherzulaufen, beide gelten als Torfabriken. 58 Mal traf Wolfsburg in 20 Bundesliga-Spielen, der FC Bayern 52 Mal.