Bundesliga-Rekordschiedsrichter Felix Brych will nach seinem bevorstehenden Karriereende mit Robert Hoyzer über den Manipulationsskandal vor 20 Jahren sprechen. Es sei ein großer Schock gewesen, sagte der 49-Jährige dem Magazin «Spiegel»: «Der Nimbus der Unparteiischen wurde damals zerstört, und ich war mittendrin. Wir alle standen plötzlich unter Generalverdacht. Eine schwierige Zeit.» Hoyzer hatte im August 2004 das DFB-Pokalspiel zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV manipuliert.
Er habe eine solche Leere gespürt, «weil ich nicht wusste, wie es mit unserer Zunft weitergeht», erklärte Brych, der in jenem Jahr Bundesliga-Schiedsrichter geworden war. «Ich würde gern mal mit Robert Hoyzer darüber reden. Ich kann und konnte nicht verstehen, wie er seine potenziell große Karriere auf diese Weise aufs Spiel gesetzt hat. Bislang war dafür noch keine Zeit, ein Gespräch während der aktiven Laufbahn könnte als anrüchig angesehen werden.»