Aufgewühlt vom großen Theater um das Doppel-Rot nach einem Zopf-Zupfer im Giganten-Duell mit dem FC Barcelona wusste Bayern-Torschützin Franziska Kett kaum, wohin mit ihren Gefühlen. Die Platzverweise für die am Ende tief betrübte Außenverteidigerin und den protestierenden Münchner Trainer José Barcala entfachten nach dem 1:1 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League eine Grundsatzdebatte.
«Über die Rote Karte von Franzi gilt es in meinen Augen grundsätzlich im Frauenfußball zu diskutieren, weil man eben sieht, dass Spielerinnen Haare bis zum Gesäß eben haben», sagte Bayern-Sportdirektorin Bianca Rech und regte eine Regeldiskussion an. Aus ihrer Sicht besteht ein Unterschied darin, ob jemand einer Spielerin am Oberkopf an den Haaren reiße oder sie unten in einer Situation an den Haaren erwische, in der man eigentlich nach dem Trikot greife.