Auf dem Weg ins Finale dahoam steht der FC Bayern gegen Bayer Leverkusen vor einem Gipfeltreffen mit riesiger Fallhöhe - und Xabi Alonso kann seinen Ruf als München-Schreck zementieren. Nach dem K.o. im DFB-Pokal muss der deutsche Rekordmeister ein besonders schmerzhaftes Ende aller Titelträume in der Champions League fürchten. Der Bundesliga-Tabellenführer gegen den deutschen Meister mit dem gegen Bayern noch ungeschlagenen Alonso: Das Königsklassen-Achtelfinale wird auch zur brisanten Standortbestimmung im deutschen Fußball.
«München oder Madrid, Hauptsache Italien»
Leverkusens Sportchef Simon Rolfes quittierte die Auslosung mit einem verschmitztem Lächeln. «Andy Möller hätte wahrscheinlich gesagt: München oder Madrid, Hauptsache Italien», sagte der Bayer-Manager in Anlehnung an die gerne benutzte und mit Möller in Verbindung gebrachte Fußball-Weisheit «Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien».
«Sicher eine Mannschaft, die wir gut kennen», sagte Rolfes. «Die kennen uns aber auch gut. Das ist ein Achtelfinale auf hohem Niveau.» Real Madrid um Superstar Kylian Mbappé wäre die andere Variante für die Werkself gewesen.
Nicht jeder Fan-Wunsch geht nicht in Erfüllung
Eine Woche nach dem fast perfekten Werkself-Auftritt, als dem Ensemble um Florian Wirtz nach einer dominanten Vorstellung gegen Jamal Musialas Bayern beim 0:0 nur ein Tor zur Krönung fehlte, löste das Los Leverkusen an der Säbener Straße keine Jubelstürme aus.
«Ein weiteres Kapitel in dieser intensiven Saison: FC Bayern gegen Leverkusen – nun schon zum vierten und fünften Mal. Natürlich hätten sich viele Fans und auch ich eher ein internationales Duell in der Champions League gewünscht, aber für unsere Aufgabe macht das keinen Unterschied», sagte Vorstandschef Jan Christian Dreesen.
Bayern-Star Thomas Müller witzelte schon - wenngleich mit bierernster Miene. «Leverkusen ist ja ganz klar der Favorit», sagte der 35-Jährige, «und wir als absolut krasser Außenseiter wollen uns natürlich da beweisen, liebe Experten.»