Nun wissen die Bayern endgültig, was im nächsten Spiel der Club-Weltmeisterschaft auf sie zukommt. Diego Maradonas Erben im blau-gelben Kultdress der Boca Juniors haben einen wilden ersten Auftritt hingelegt: Eine schnelle Zwei-Tore-Führung, knallharte Zweikämpfe, Wutausbrüche, Rote Karten und die brachial-euphorische Unterstützung Zehntausender Fans.
«Boca spielte mit 12 in Miami: vom unkontrollierten Wahnsinn eines (zwischenzeitigen) 2:0, mit dem niemand gerechnet hatte, bis zum 'jetzt müssen wir gegen Bayern spielen'», schrieb die Zeitung «Clarín». «Wie die Bombonera, nur auf der anderen Seite des Kontinents», meinte das Sportblatt «Olé» in Anspielung auf das legendäre Stadion im Stadtteil Boca von Buenos Aires.
2:2 hieß es am Ende gegen Benfica Lissabon zum Boca-Auftakt bei der Club-WM in den USA. Dass ausgerechnet zwei Weltmeister der Albiceleste, Ángel di María per Elfmeter und Nicolas Otamendi, die Treffer für den portugiesischen Traditionsclub erzielten, passte in den argentinischen Abend im Hard Rock Stadium von Miami.