In München gibt es jetzt eine spezielle Schutzunterkunft für von Gewalt betroffene Transpersonen, intergeschlechtliche und non-binäre Menschen. Nach Angaben der Stadt ist es das erste Angebot dieser Art in Deutschland, das eine große Lücke schließt. «Trans-, intergeschlechtliche und nicht binäre Personen sind in erheblichem Maße von Gewalt betroffen, auch von Partnerschaftsgewalt», sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). In herkömmlichen Schutzunterkünften hätten sie oft nicht die notwendige Unterstützung gefunden.
Transmenschen fühlen sich dem ihnen bei Geburt zugeschriebenen Geschlecht nicht zugehörig. Inter-Menschen sind Personen, deren körperliches Geschlecht nicht der medizinischen Norm von männlichen oder weiblichen Körpern zugeordnet werden kann, sondern sich in einem Spektrum dazwischen bewegt. Als nicht-binär bezeichnet man Menschen, die weder eine männliche noch eine weibliche Geschlechtsidentität haben.