In Bayern sind im Vorjahr 1.885 Anträge auf Entschädigung für Gewaltopfer eingegangen. Leistungsberechtigt waren 5.530 Menschen - an sie wurden rund 69,7 Millionen Euro ausbezahlt. Das geht aus dem Jahresbericht der verantwortlichen Behörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) hervor. In dieser Summe sind auch Kosten für Krankenbehandlungen sowie Teilhabe- und Pflegeleistungen enthalten.
Im Jahr zuvor registrierte das ZBFS weniger Anträge: 1.522. An etwa 3.090 Berechtigte flossen rund 60 Millionen Euro.
Gefordert gewesen sei man 2025 etwa wegen des Messerangriffs in Aschaffenburg vom Januar, wegen des Anschlags auf die Gewerkschafts-Demo in München im Februar und wegen weiterer Anschläge in Mannheim und Hamburg. Bei der Entschädigung von Gewaltopfern gilt das Wohnortprinzip: Auch wenn der Tatort außerhalb Bayerns liegt, werden Anträge auf Entschädigung von Bayerinnen und Bayern hier bearbeitet.