Das Motiv für den Messerangriff auf Kräfte der Bundespolizei in Lauf an der Pegnitz bei Nürnberg ist noch unbekannt. «Wir sind noch ganz am Anfang der Ermittlungen», sagte Heike Klotzbücher von der Staatsanwaltschaft in Nürnberg. Eine Beamtin schoss auf den Verdächtigen, einen 34-jährigen Iraner, und verletzte diesen tödlich. Sie und ihre Kollegen blieben unverletzt.
Dieser neuerliche Messerangriff auf Polizeikräfte verdeutliche, wie es um die Sicherheit in Deutschland stehe, teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern mit. Die Bundesinnenministerin und alle verantwortlichen Politiker müssten mehr Verantwortung für die innere Sicherheit übernehmen. «Es muss Schluss sein mit leeren Phrasen – jetzt sind Taten gefragt», forderte der stellvertretende GdP-Vorsitzende in Bayern, Uwe Steinbrecher.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dem Bayerischen Rundfunk, man müsse die Gefahr sehr ernst nehmen. «Hier müssen wir im Einzelfall konkret reagieren», etwa mit den richtigen Strafen und der Ausweisung aus Deutschland, so Herrmann. Ende Mai hatte ein Afghane fünf Menschen und einen Polizisten auf dem Mannheimer Marktplatz mit einem Messer verletzt, der Polizist starb später.