München: Silvestermeile 2026 ausgesetzt – Agentur nennt rechtliche Fragen
München bekommt in diesem Jahr wohl keine «Silvestermeile». Nach der Premiere 2025 gibt es heuer keine Fortsetzung, wie die Eventagentur Gral auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatten die Mediengruppe «Merkur tz» und die Münchner «Abendzeitung» berichtet. Das Wirtschaftsreferat der Stadt wollte sich zunächst nicht äußern und verwies auf den Wirtschaftsausschuss des Stadtrats in der kommenden Woche, in dem das Thema behandelt werden soll. Die Veranstaltungsagentur sprach von einer «Pause zum Jahreswechsel 2026/2027» und begründete diese mit «offenen rechtlichen Fragen aus der Vorbereitung, die trotz enger Zusammenarbeit mit den städtischen Stellen bislang nicht rechtzeitig geklärt werden konnten». Dabei gehe es etwa um «versicherungstechnisch belastbare Genehmigungen und die rechtssichere Einbindung von Sponsoren auf der Veranstaltungsfläche». Damit fehle aktuell «die zeitliche und rechtliche Grundlage für eine Umsetzung in der geplanten Qualität». Nachdem der Münchner Stadtrat beschlossen hatte, eine zentrale Silvesterfeier von einem privaten Veranstalter in München zuzulassen, waren rund 20.000 Menschen zur «Silvestermeile» 2025 erwartet worden - es kamen aber deutlich weniger. Von mehr als 10.000 sprachen die Veranstalter, von einigen Tausend die Polizei. «Rund 4.000 Gäste kamen nachweislich von außerhalb Bayerns», heißt es vom Veranstalter. Der «touristische Mehrwert für die Stadtkasse» habe bei mindestens 1,6 Millionen Euro gelegen. Außerdem schreibt sich die Eventagentur auch einen Beitrag zu einer um 23 Prozent reduzierten Feinstaubbelastung in der Stadt zu - weil es auf der «Silvestermeile» im vergangenen Jahr statt eines Feuerwerks eine Lasershow gab. Die Agentur will nun «gemeinsam mit Partnern, Förderern und Behörden die Grundlage schaffen, damit die Silvestermeile zum Jahreswechsel 2027/2028 zurückkehren könnte – auf breiter gesellschaftlicher Basis, mit günstigen Tickets und hohem künstlerischem Anspruch». Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenEventagentur sieht offene Fragen
20.000 Menschen wurden erwartet - deutlich weniger kamen