Seit Jahren schrumpfen die Mitgliederzahlen der großen Kirchen auch im christlichen Bayern. Allein im vergangenen Jahr traten in den katholischen bayerischen Bistümern 81.852 Menschen aus der Kirche aus. Der evangelischen Landeskirche kehrten rund 42.000 Menschen den Rücken. Das hat auch Auswirkungen auf die finanzielle Situation.
Die evangelische Kirche zum Beispiel hat bereits angekündigt, ihrem Medienhaus den Millionen-Zuschuss zu kürzen. Dabei rechnet sie in diesem Jahr mit einem kleinen Haushaltsplus: Mit Einnahmen von 967 Millionen Euro und Ausgaben von 959 Millionen Euro.
Und die katholische Kirche? Aus Sicht von Ralph Rotte, Experte für Kirchenfinanzen an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, haben die großen Diözesen tatsächlich keine wirklich akuten Finanzprobleme. Aber: «Natürlich lauert in Zukunft die Gefahr einbrechender Steuereinnahmen, wenn die Mitgliederzahlen weiter sinken. Es ist also zwischen kurz- und langfristigen Finanzfragen zu unterscheiden.»
Hier ein Überblick über die Lage in den katholischen Bistümern: