Im Streit um drei betagte Nonnen und das von ihnen besetzte Kloster in Österreich wird der Vatikan eingeschaltet. Die Fronten sind verhärtet: Die Ordensschwestern lehnten zuletzt ein Angebot zum Verbleib in Goldenstein bei Salzburg ab, weil sie das entsprechende Dokument laut ihrer Sprecherin als Knebelvertrag bewerten. Der zuständige Stiftsleiter, Markus Grasl, sieht seinen Vorschlag hingegen als Akt der Barmherzigkeit.
Propst Grasl werde nun die für Ordensangelegenheiten zuständige Vatikanbehörde einschalten, sagte sein Sprecher. Grasl habe alle Wünsche der über 80-jährigen Nonnen berücksichtigt, doch die hätten den Vorschlag kategorisch zurückgewiesen. «Was soll man ihnen noch geben, noch ermöglichen?», fragte sich der Sprecher.