Die evangelischen Christinnen und Christen in Bayern haben die Wahl: Wer soll künftig den Kirchenvorständen in den Gemeinden angehören? Am kommenden Sonntag (20. Oktober) wird gewählt, die Herausforderung für die Menschen, die künftig ihre Gemeinden mitgestalten und leiten, sind groß. Denn die Landeskirche verliert stetig Mitglieder. Damit sinken mittelfristig auch die Kirchensteuereinnahmen. Und auch das Pfarrpersonal wird knapp.
Fast 14.000 Kandidaten für 8.500 Posten
Doch zunächst zu den Zahlen: Fast 14.000 Kandidatinnen und Kandidatinnen stehen nach Angaben der Sprecherin der Landeskirche, Christine Büttner, zur Wahl. Zu vergeben sind 8.500 Plätze.
Nach Angaben der Kirche sind knapp zwei Millionen Menschen in den 1500 Kirchengemeinden wahlberechtigt. Wie groß die jeweiligen Gremien sind, hängt von der Anzahl der Gemeindemitglieder ab. Wo die Zahlen sinken, schrumpft auch der Kirchenvorstand.
Laut Büttner gibt es einen Trend, dass sich Gemeinden beim Kirchenvorstand zusammentun: Bei der Wahl vor sechs Jahren hätten lediglich 75 Gemeinden kooperiert. Nun seien es 423. Im Schnitt würden zwei bis drei Gemeinden miteinander kooperieren, es gebe aber auch Zusammenschlüsse von bis zu acht Gemeinden.