Christinnen und Christen sollen nach Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx «Zeuginnen und Zeugen der Hoffnung» sein. Sie sollten nicht «die Resignation der Welt» verdoppeln und auch nicht beklagen, wie schlimm die Verhältnisse seien, sagte er laut Mitteilung am Pfingstmontag in München. Hoffnungslosigkeit, Tod, Kriege hätten nicht das letzte Wort.
Der Erzbischof von München und Freising verglich den Heiligen Geist, der an Pfingsten im Mittelpunkt steht, mit einem «Sturm des Lebens». Er habe alles in Bewegung gesetzt, alle Glaubenden dürften deshalb darauf vertrauen, dass der schöpferische Geist Gottes am Werk sei, auch wenn das manchmal schwer zu begreifen sei: «Wenn wir in die Welt hineinschauen, kommen Gegenbilder des Todes, der Gewalt, der Unterdrückung, der Trostlosigkeit, der Resignation.» Es sei an den Christinnen und Christen, zu rufen, dass es eine Hoffnung gebe, die unzerstörbar sei.
An Pfingsten erinnert das Christentum an die biblische Geschichte, wonach der Heilige Geist auf Jesu Jünger herabkam und sie ihre Furcht verloren.