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Katholikentag wappnet sich für Menschenmassen und Hitze

Zum Katholikentag werden Zehntausende Besucher erwartet. (Archivbild) / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zum Katholikentag werden Zehntausende Besucher erwartet. (Archivbild) / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Rund 30.000 Tickets sind für den Katholikentag in Würzburg verkauft. Was Besucher beim Sicherheitskonzept und der Anreise erwartet – und wie die Polizei die Lage einschätzt.

Die Zehntausenden Besucher des Katholikentags in Würzburg sollen zu dem Großereignis in gut zwei Wochen nicht nur unkompliziert anreisen und übernachten können, sondern sich auch sicher fühlen. Teils werden Straßen gesperrt sein, einige aber nur zeitweise. Anfahrtssperren wie Betonblöcke sollen dafür sorgen, dass die Gäste vor Fahrzeugen geschützt sind. «Anhaltspunkte für spezifische Gefahren (...) sehe ich überhaupt gar nicht», sagte Uwe Zimmermann, Fachbereichsleiter für allgemeine Bürgerdienste in der Mainstadt. 

Zimmermann appellierte an die Besucher, wachsam zu sein und Rücksicht zu nehmen, damit eine fröhliche Veranstaltung gelingt. Etwa 30.000 Tickets sind dem Veranstalter zufolge bereits verkauft. 

Großereignis zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen

Mit gut 900 Veranstaltungen rund um Geistliches, Kulturelles und Politisches soll der Katholikentag vom 13. bis 17. Mai Menschen aus ganz Deutschland anziehen. Podien, Workshops und andere Formate sollen sich zum einen mit dem Reformprozess Synodaler Weg beschäftigen. Erstmals will sich der Katholikentag zudem künstlerisch mit dem Thema sexualisierte Gewalt und Missbrauch geistlicher Autorität auseinandersetzen.

Am 13. Mai wird der Katholikentag mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eröffnet. Die beiden zentralen Gottesdienste werden am 14. Mai, Christi Himmelfahrt, und am letzten Veranstaltungstag, dem 17. Mai, live vom Residenzplatz ins Fernsehen übertragen. Auch für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht der Katholikentag auf der Agenda - er möchte sich Zukunftsfragen junger Menschen stellen.

Polizei sieht keine konkrete Gefahr 

«Wir gehen aktuell davon aus, dass es eine reibungslose Veranstaltung wird», sagte der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Unterfranken, Holger Baumbach. Polizistinnen und Polizisten aus ganz Bayern seien in Würzburg eingesetzt, teils in zivil oder auf Pferden. Die Polizei wolle bürgernah und ansprechbar sein. «Wir wollen die Veranstaltung nicht dominieren.»

Den Veranstaltern zufolge umfasst das Sicherheitskonzept auch Vorbereitungen auf verschiedenen Szenarien wie Hitze oder Unwetterereignisse. Es gebe viele Ordnungsdienstkräfte, die die Besucher lenken könnten. Öffentliche Trinkwasserbrunnen und kostenfreie Trinkwasserversorgungen etwa an Sanitärcontainern seien eingerichtet, falls es sehr heiß werden sollte. 

Anreise am besten mit Bus und Bahn 

«Die Deutsche Bahn plant teilweise, den Regionalverkehr zu verstärken», sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des 104. Deutschen Katholikentags, Sabrina Frenkel. Sie appellierte an die Besucher, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen, um die teilweise auch gesperrte Innenstadt zu entlasten. Dafür gebe es etwa ein Kombi-Ticket vom örtlichen Verkehrsverbund Nahverkehr Mainfranken.

Push-Nachrichten der Katholikentag-App sollen zudem helfen, die Gäste zeitnah über Probleme zu informieren. Zur Not werde zum Megafon gegriffen, um gefährliche Menschenansammlungen zu vermeiden, sagte Frenkel.

Leitwort «Hab Mut, steh auf!»

Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt. Das Leitwort für die Veranstaltung in Würzburg ist «Hab Mut, steh auf!».

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