Diesmal ist es der echte Maibaum, und den werden sie in Schwaig fortan nicht mehr aus den Augen lassen. Der mit Schildern und Wipfelfigur geschmückte Stamm soll nämlich im Auftrag des Münchner Kardinals Reinhard Marx in Rom aufgestellt werden. Vor diesem Hintergrund dürfte er bei Maibaumdieben besonders beliebt sein - wie ein kurioser Vorfall bereits gezeigt hat. Ein umtriebiger Burschenverein hatte ihn nämlich vermeintlich bereits gemopst. Dumm nur, dass es sich statt um den echten Maibaum um einen Übungsbaum gehandelt hatte.
«Das hätten wir auch nicht gedacht, dass wir mal einen Übungsbaum brauchen. Aber es ist doch ein sehr besonderer Baum, deshalb muss man sich darauf vorbereiten», schildert der Vorsitzende des Brauchtumsvereins Moosmotor Schwaig, Michael Miesbauer.
Denn das für Rom bestimmte Exemplar sei mit 15 Metern nur etwa halb so groß wie üblich. Die Schwalben - gekreuzte Stangen, die zum traditionellen Aufstellen per Hand verwendet werden - seien allerdings für höhere und im Umfang größere Bäume konzipiert. Außerdem gebe es in Rom nur einen eingeschränkten Korridor zum Aufstellen.