Sinkende Einnahmen aus der Kirchensteuer, höhere Ausgaben für Löhne und Pensionen sowie ein großer Bestand an kostspieligen Immobilien haben sich im vergangenen Jahr spürbar auf die Finanzen der Erzdiözese München-Freising ausgewirkt. Gleichbleibenden Erträgen von rund 920 Millionen Euro standen auch inflationsbedingt gestiegene Ausgaben von 897 Millionen Euro gegenüber, wie aus dem Jahresabschluss des größten katholischen Bistums in Bayern hervorgeht. Unter dem Strich stand aufgrund von Einmaleffekten ein Plus von 74 Millionen Euro, nach 146 Millionen Euro im Vorjahr.
«Trotz rückläufiger Ressourcen haben wir selbstverständlich weiterhin den Anspruch, in der Gesellschaft mit unserem kirchlichen Handeln präsent und wirksam zu bleiben, vor allem dort, wo Menschen Gott suchen oder Hilfe brauchen», betonte Generalvikar Christoph Klingan. Er räumte jedoch ein: «Wir können aber nicht alles weiterführen wie bisher, Konzentration und Schwerpunktsetzung sind ein Gebot der Stunde.»