Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl hat ein Gesprächsangebot mit den Initiatoren der Glaubenskonferenz UNUM24 ausgeschlagen. «Die von einigen der angekündigten Rednerinnen und Rednern der Veranstaltung bekanntgewordenen Ideologien und Thesen widersprechen diametral dem, was München auszeichnet, einer weltoffenen, pluralistischen und demokratischen Gesellschaft», schrieb die SPD-Politikerin den Veranstaltern. «Angesichts einiger Prediger und Speaker vom angeblichen Ziel zu reden, trennendes zu überwinden und auch sehr unterschiedliche Menschen miteinander zu verbinden und zu versöhnen, halte ich für geradezu grotesk.»
Die Glaubenskonferenz findet ab Donnerstag in der Münchner Olympiahalle statt. Dietl hatte vergangene Woche bedauert, dass es keine rechtlichen Möglichkeiten für die Landeshauptstadt gebe, ein «Treffen verschiedener fundamental-christlicher LGBTIQ*-feindlicher Akteure» in den Räumen der städtischen Tochtergesellschaft OMG zu unterbinden. Kritisiert wurde auch, dass das Event zeitgleich mit dem Christopher Street Day (CSD) stattfinde. Die UNUM24-Veranstalter hatten daraufhin betont, dass der Termin nicht wegen des CSD gewählt worden sei und luden Dietl sowie die CSD-Organisatoren zum Gespräch ein.