US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Man gehe davon aus, dass der Abzug in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagons der Deutschen Presse-Agentur mit. Derzeit sind rund 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hob die weiter bestehenden gemeinsamen Interessen hervor. Bei Fachpolitikern im Bundestag löste die US-Ankündigung Kritik aus.
Pistorius bemühte sich um Deeskalation. «Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zugleich machte er deutlich, dass die Entscheidung nicht unerwartet komme. Klar sei, dass die Nato europäischer werden müsse, um transatlantisch bleiben zu können. «Wir Europäer müssen mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen», sagte Pistorius. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg.