Nach dem schweren Zwischenfall bei einer Großübung vergangene Woche im Landkreis Erding hat die Bundeswehr nach eigenen Angaben ihre Kommunikationswege überprüft und intensiviert. «Wir haben ein ureigenes Interesse daran, dass so etwas nicht wieder passiert», sagte General Sandro Wiesner zum Abschluss der mehrtägigen, bayernweiten Übung in Niederaichbach (Landkreis Landshut). Die Bundeswehr unterstütze die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in dem Fall, der «Gott sei Dank glimpflich abgelaufen» sei.
Zum Auftakt der Großübung vergangenen Mittwoch hatte es einen Schusswechsel zwischen Angehörigen von Polizei und Bundeswehr gegeben, bei dem ein Soldat der Feldjäger leicht verletzt worden ist. Zuvor hatte ein Bürger der Polizei eine verdächtige Person mit Waffe – einen Bundeswehr-Angehörigen – gemeldet. Unklar ist, weshalb weder die Öffentlichkeit noch die örtliche Polizei ausreichend über das geplante Manöver informiert waren.