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Nach Wahlfälschung im Dorf Frau zur Bürgermeisterin gewählt

Nach Wahlfälschung im Dorf Frau zur Bürgermeisterin gewählt
In Wülfershausen sind etwa 1.300 Menschen bei der Bürgermeisterwahl wahlberechtigt. (Symbolbild) / Foto: Pia Bayer/dpa
Der langjährige Bürgermeister gibt Wahlfälschung zu – jetzt wird in Wülfershausen an der Saale neu gewählt. Wer übernimmt das Amt und wie geht es im Kreistag weiter?

Nach der Manipulation bei der Kommunalwahl im März haben die Bürger von Wülfershausen an der Saale nun eine Bürgermeisterin. Die Bankbetriebswirtin Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) erhielt bei der Neuwahl mit 87 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit, wie die Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) das vorläufige Ergebnis online bekanntgab. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,5 Prozent.

Der Vorgänger der 52-Jährigen hatte eingeräumt, Wahlunterlagen zur Kommunalwahl im März manipuliert zu haben. Der damalige CSU-Politiker trat daher von dem Amt als Erster Bürgermeister zurück, die knapp 1.300 Wahlberechtigten waren somit zur Neuwahl aufgerufen.

Weil der 69-Jährige auch Stimmzettel der Kreistags- und Gemeinderatswahl verändert haben soll, fand am Sonntag auch die Nachwahl für den Kreistag des Landkreises Rhön-Grabfeld und den Gemeinderat statt. Bei der Kreistagswahl wurde dabei nur die Briefwahl wiederholt. 

Prozess im Herbst

Am 3. November steht der Amtsvorgänger von Markert wegen Wahlfälschung vor dem Amtsgericht Bad Neustadt/Saale. Im Fall einer Verurteilung könnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Der Angeklagte möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für den 69-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

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